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Traditionelle Werkzeuge

Die handwerkliche Herstellung eines Schuhs ist ein komplexer Prozess, bei dem die Produktionsstufen über die Jahrhunderte gleichgeblieben sind. Schuhmacher mussten über mehrere Jahre Fertigkeiten entwickeln, um diesen Beruf professionell ausüben zu können. Um diesen gesamten Prozess ausführen zu können, war es zu damaliger Zeit normal die Unterstützung aller Familienmitglieder und einiger Helfer einzufordern, um sich die Aufgaben unter Männern, Frauen und Kindern aufzuteilen. Zunächst nahm der Schuhmacher die Maße des Kunden auf, erstellte die Muster entsprechend des ausgewählten Designs und bereitete dann die Lederzuschnitte vor. Ein Schuhleistenhersteller hatte zuvor die Fertigung der Leisten übernommen. Danach wurden die Frauen damit beauftragt, die Lederstücke per Hand oder Maschine vorzubereiten, damit die Männer diese auf den Holzschuhleisten anbringen konnten, um diese dann mit den Einlagen und Schuhsohlen zu vernähen. Weitere typische Aufgaben der Frauen waren das Anmalen und Reinigen der Schuhe. Die Kinder wiederum kümmerten sich um einfachere Arbeiten wie z.B. das Kleben oder Abholen von Materialien.

Das Museum für Schuhwerk und Schuhindustrie verfügt über eine bedeutende Auswahl an Werkzeugen aus dem 20. Jahrhundert. Diese Werkzeuge wurden von ehemaligen Schuhmachern aus der Region ausgeliehen und zeigen die große Anzahl von Subprozessen, die notwendig waren, um einen Schuh handwerklich herzustellen.